Zurück

23.08.2013

Unverständnis über Billens Äußerungen

Das rheinland-pfälzische Kabinett hat am 20. August die Verschiebung der Landesgartenschau Landau beschlossen, wie Umweltministerin Ulrike Höfken in einer Sondersitzung des Umweltausschusses mitteilte. Auf die Behauptung des Abgeordneten Michael Billen, die zahlreichen Bombenfunde seien nur ein Vorwand für die Verschiebung, reagierte man bei der Landesgartenschau mit Erstaunen.

Die jüngsten Äußerungen Billens, der in den Sondierungsarbeiten lediglich einen Vorwand für die Verschiebung der Landesgartenschau sieht, sorgten bei der Landesgartenschau gGmbH für Verwunderung. Fakt ist, dass sich die Bauarbeiten bis zur Entdeckung der Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg zeitlich auf einem guten Weg befanden und die Eröffnung im Jahr 2014 ungefährdet war. Mit den Bombenfunden änderte sich die Situation schlagartig: Um die Sicherheit für Arbeiter, Anwohner und Besucher zu erhöhen, wurde eine Sondierung des gesamten Geländes angeordnet. Das von einem Fachbüro entwickelte Konzept sieht für diese Arbeiten ein Zeitfenster von über 100 Arbeitstagen vor. Angesichts dieser Entwicklung stand für die Experten der Landesgartenschau gGmbH um Geschäftsführer Matthias Schmauder fest, dass der ursprüngliche Zeitplan nicht einzuhalten ist. Gegenüber der Landesregierung und der Stadt Landau empfahl Schmauder daher, die Eröffnung um ein Jahr zu verschieben.

Unverständnis erntete Billen auch für seine Empfehlung zur Sondierung des Geländes mit Baggern. Diese Art der Untersuchung ist gegenwärtig zwar technisch zur Suche von Bomben auf einer Ackerfläche möglich, jedoch im Umfeld einer stark bombardierten und von einer Vielzahl von Störkörpern und Kleinkampfmitteln belasteten Kasernenfläche weder sinnhaft noch behördlich zugelassen. Die in Landau angewendeten Sondierungstechniken wurden von einem deutschlandweit tätigen Fachbüro empfohlen.