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15.12.2015

Großes Plus für die Region – Einsatz der öffentlichen Mittel gibt enormen wirtschaftlichen Schub

„Die Landesgartenschau in Landau war ein großer Erfolg für Stadt und Land. Es war eine wunderbare Ausstellung von Gärten, Blumen und den Leistungen des Gartenbaus, eine Attraktion und ein Impulsgeber für die gesamte Region und ein Motor für die Entwicklung Landaus“, zogen Umweltministerin Ulrike Höfken, Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer und der Geschäftsführer der Landesgartenschau, Matthias Schmauder, heute Bilanz.

Nach Abschluss der Landesgartenschau schätzen Stadt und Land die privaten und öffentlichen Folgeinvestitionen in den nächsten Jahren auf 400 Millionen Euro. Bei eingesetzten Fördermitteln von Land und Stadt von etwa 35 Millionen Euro ergebe das eine Hebelwirkung von mehr als dem Zehnfachen. „Das ist ein überzeugender Einsatz von öffentlichen Mitteln, den ich mir auch bei anderen Projekten wünsche. Insbesondere bei Herausforderungen wie der Konversion ist eine Landesgartenschau ein überzeugendes Instrument, für das es keine Alternative gibt“, erklärte Höfken.

An 185 Tagen lockte die größte Landesveranstaltung des Jahres über 800.000 Besucher nach Landau. „Ein Drittel mehr als die erwartete Besucherzahl haben den geplanten städtischen Zuschuss um 1,5 Millionen auf 4,5 Millionen Euro geschrumpft. Ohne die Kosten der Verschiebung auf 2015, aufgrund der Kampfmittelfunde, wären es nur 3,6 gewesen“, führte Gartenschaugeschäftsführer Schmauder aus. „Der nachhaltige positive Effekt für die finanzielle, wirtschaftliche und strukturelle Stadtentwicklung hebt die eingesetzten städtischen Mittel jedoch vielfach auf“, erklärte Oberbürgermeister Schlimmer. Durch die halbjährige Veranstaltung konnte im Einzelhandel, der Gastronomie und Hotellerie sowie dem Tourismus ein Einnahmeplus in Höhe von etwa 26 Millionen Euro erzielt werden. Die Gäste- und Übernachtungszahlen sind um durchschnittlich sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Durch die Landesgartenschau erhalte die Stadt Landau schon jetzt deutlichen wirtschaftlichen Aufwind. Gegen den Trend wächst die Stadt und gehört damit neben Mainz, Trier und Worms zu den sogenannten „Schwarmstädten“.

„Der Einsatz hat sich also mehr als gelohnt. Die Bürger und Bürgerinnen Landaus werden noch weit in die Zukunft hinein von der Landesgartenschau 2015 profitieren“, so Höfken. Die Landesgartenschau habe Wirtschaft, Infrastruktur und Lebensqualität gestärkt. Ein neues Stadtquartier mit 900 Wohnungen, Sportanlagen und Spielplätzen und 300 neuen Arbeitsplätzen entsteht. Das wäre ohne die Landesgartenschau in so kurzer Zeit nicht möglich gewesen“, sind sich Höfken und Schlimmer einig. Auf der Gartenschau wurden aber auch mehr als 3.500 Veranstaltungen von Vereinen, Verbänden, den Medienpartnern sowie von Land und Ministerien angeboten. Das Spektrum reichte von mehrtägigen Großpräsentationen wie dem Wasserfest über den Ruanda-Tag, Tag der Polizei oder Tag des Ehrenamtes. Das Grüne Klassenzimmer bot etwa 1200 Kurse für Kinder und Jugendliche an und das Land hat sich erstmals mit einer multimedialen und barrierefreien Ausstellung präsentiert, berichtete Höfken.

Die Landesgartenschau in Landau habe erneut eindrucksvoll gezeigt, welche Chancen dieses Instrument für die Entwicklung von städtischen und ländlichen Regionen biete. „Deshalb freuen wir uns auf eine weitere Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz“, erklärte Höfken. Die Ministerin hatte Anfang Oktober das Bewerbungsverfahren für eine fünfte Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz im Jahr 2022 eröffnet. Das Kabinett wird seine Entscheidung über den Zuschlag Ende Juni 2016 treffen.